25.2. und 26.2. Seetage und 27.2. Sidney

Sobald wir die Bay of Islands verließen, wurde die See wieder rauer. Selbst unser an sich sonst so mundfauler Kapitän sah sich genötigt, auf die 5 m hohen Wellen und den erwarteten starken Seegang hinzuweisen und zur Vorsicht zu mahnen. Und in der Tat fing es gut an zu schaukeln. Nachts wurde man hin und her gerollt und tagsüber konnte man Balance halten üben.

Am 25.2. fand auf See die Immigration für Sidney statt. Eine tolle Maßnahme, die viel Zeit spart und den Touristen erfreut. Die Schlange war sehr lang aber die Abfertigung ging sehr schnell. D

er zweite Seetag verlief etwas ruhiger, der Wellengang wurde niedriger. Nur das Wetter besserte sich nicht so wie erwartet. Tagsüber war es bewölkt bei 22 C.

Am frühen Morgen des 27.2. sind wir in Sidney  bei schönem Wetter eingelaufen. Am ersten Tag mussten wir in der Bucht ankern und mit Tenderbooten zum Festland übersetzen. Es bot sich bereits morgens ein spektakulärer Blick auf die Oper und die Skyline von Sidney. Wir waren sogar pünktlich im Hafen angekommen. Für den Tag hatten wir keine Ausflüge gebucht, sondern wollten auf eigene Faust die Stadt erkunden.

Um 9.00h ging es los. Wir konnten mit einem großen Tenderboot, das nicht zum Schiff gehörte, übersetzen, was sehr schnell ging. Und wir haben wirklich direkt neben dem Opernhaus angelegt. Das war unfassbar! Neben der Oper breitete sich auch ein riesengroßer botanischer Garten aus. Aber zuerst wollten wir die City erkunden. Es ist sehr einfach, sich in der Stadt zu Recht zu finden. Wir sind eine der großen Hauptstraßen entlanggegangen in Richtung Sky Tower. Der Turm ist ca. 300 m hoch und hat im oberen Bereich eine große Aussichtsplattform. Der Eingang geht durch eine Einkaufspassage und war nicht leicht zu finden. Zuerst gab es eine kurze 4 D Filmvorführung über die Region von Sidney. Dann ging es mit einem Schnellaufzug nach oben. Dort bot sich eine atemberaubende Aussicht rundum auf die Stadt, die wir sehr genossen haben. Es gab viel zu entdecken.

Danach sind wir in Richtung Town Hall gelaufen, die in den späteren Jahren des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Nach einer kurzen Sicherheitskontrolle konnten wir auch in die Eingangshalle, die reich verziert war.

Anschließend ging es in die Albert Church, die ebenfalls aus dieser Zeit stammt. Es gibt nur noch wenige alte Gebäude aus der Zeit der Gründung der Stadt. Meistens sind die Fassaden in neue Hochhäuser integriert. Die Abwechslung zwischen alt und neu macht das Stadtbild aber sehr interessant und liebenswert.

Danach ging es in die Victoria Passage, eine Einkaufspassage aus viktorianischer Zeit, wie auch schon der Name sagt. Diese Passage war wunderschön und es gab kleine Läden, die schon sehr lockten und eine intensivere Befassung verdient hätten. Doch dafür fehlte leider die Zeit.

Weiter sind wir durch die Straßen geschlendert und haben noch verschiedene weitere ältere Einkaufspassagen entdeckt.

Am frühen Nachmittag haben wir in der alten Post, die viele kleine Restaurationen enthält, eine Mittagspause eingelegt. Danach ging es weiter zum Parlament, das man auch besichtigen konnte. Ein Mini Unterhaus, im gleichen Stil wie in London. Weiter ging es in den botanischen Garten mit einer kleinen Kaffeepause. Diesen mussten wir danach sehr schnell durchqueren, da sich dunkle Wolken zusammenbrauten und es anfing zu regnen. Der Park endet direkt an der Pier, wo der Tender wartete, der uns auf das Schiff zurück brachte.

Nach einer kurzen Pause und Umkleiden ging es los zum Tender, um in die Oper zu fahren. Wir haben eine Dreiviertelstunde unten im Schiff auf den Tender warten müssen. Das war nicht sehr erfreulich. Um 18.20 h waren wir endlich an der Oper und haben erst einmal diese erkundet. Von außen sieht sie sehr beeindruckend aus. Innen ist sie ein reiner 60 er Jahre Bau mit sehr viel Waschbeton. Nicht so toll. Unsere deutsche Oper in Berlin, auch aus den 60 iger Jahren,  ist viel schöner. 😊. Die Oper innen ist auch viel kleiner als die Berliner Oper, was man nicht vermuten sollte. Aber die Akustik ist atemberaubend. Wir haben Turandot gesehen und die Aufführung war einfach toll. In meinen Augen die beste Inszenierung von Turandot, die ich je gesehen habe. Ein echtes Highlight. Auch sängerisch blieb kein Wunsch offen. Während der Oper wurde unser Schiff umgeparkt und lag jetzt auf der anderen Seite der Oper am Kai. Bevor wir wieder auf das Schiff zurückkehrten, haben wir noch ein wenig das Nachtleben von Sidney genossen.

Der 28.2 war unser zweiter Tag in der Stadt. Wir hatten einen Ausflug zu den Blue Mountains gebucht, der schon sehr zeitig morgens startete. Vorsichtshalber hatten wir uns einen Wecker gestellt. Die Fahrt dorthin dauerte ca. 2 Stunden, in denen wir viel von der Umgebung von Sidney gesehen haben. Die Blue Mountains sind ca. 1300 m hoch. Spektakulär ist der Blick von der Höhe über das ganze Plateau und das Tal. Wir haben an verschiedenen Aussichtspunkten halt gemacht. Dann sind wir noch mit der steilsten Standseilbahn der Welt ein Stück in die Tiefe gefahren, dort ein Stück gelaufen und anschließend mit einer normalen Seilbahn Schweizer Herstellung wieder hoch. Nach einem Lunch in einem Hotel aus der Jahrhundertwende ging es wieder auf das Schiff zurück.

Ein sehr schöner Ausflug, der uns ein wenig von der Umgebung gezeigt hat.

Am Abend geht es mit einem Seetag weiter nach Brisbane.