30.3. bis 1.4. Seetage und 2.4. Port Victoria, Seychellen
Trotz der Piratenwarnung hatten wir drei wunderbare ruhige Seetage. Klaus ist auch wieder genesen, so dass wir wieder zu unseren Ausflügen starten können. Unser Wetter ist herrlich, wir haben tagsüber etwas über 30 C, das Meer ist ebenso warm, schade ist nur, dass wir unterwegs nicht im Meer baden können. Es lädt geradezu zum Bade ein, so ruhig ist es. Es weht nur ein laues Lüftchen. Am ersten Seetag schwammen zwei Schildkröten noch vor dem Frühstück in aller Ruhe an uns vorbei. Delfine tummeln sich jetzt auch wieder häufiger im Wasser. Fliegende Fische sind ganz regelmäßig zu sehen. Abends haben wir ganz wunderschöne bunte Sonnenuntergänge. In der Nacht zum 1.4. haben wir gegen 2.30 h wieder einmal den Äquator überquert, für uns nunmehr das dritte Mal auf der Queen. Wir haben schon richtig Routine. Die Mannschaft wurde am Nachmittag dann vom Meeresgott Neptun zu einem sehr witzigen Wettstreit auf das Lidodeck eingeladen. Unter anderem trat je ein Team von 5 Mitarbeitern aus den unterschiedlichen Bereichen gegeneinander an, so zum 5 maligen Eierpfannkuchenwenden auf echten Bratpfannen. Das war sehr witzig und erinnerte ein wenig an frühere Kindergeburtstage.
Gegen 6.30h liefen wir ganz langsam in den Hafen von Port Victoria auf der Hauptinsel Mahe der Seychellen ein. Es war ein wunderbarer Morgen, und ich habe es von unserem Balkon aus verfolgt. Der Hafen ist so eine Mischung zwischen Containerhafen auf der einen Seite und Yachthafen auf der anderen Seite. Port Victoria ist die kleinste Hauptstadt der Welt und zählt nur 24.000 Einwohner. Es ist alles sehr übersichtlich.
Wir hatten eine Tour gebucht, die sich Mahe Discovery nannte. Es ging um 8.30 h los. Die Busse hatten wir schon von unserem Balkon gesehen. Sie waren winzig! Dann hieß es taktisch vorgehen, also ganz schnell die Tourmarken im Queensroom holen und nicht warten, bis die Tour aufgerufen wird, sondern gleich raus auf die Gangway und den Bus suchen und die größten Plätze besetzen. Ansonsten ist es eine achtstündige Fahrt eine Quälerei, gerade für Klaus, in einem viel zu kleinen Bus zu sitzen. Es hat phantastisch geklappt. Wir hatten in der letzten Reihe die Mittelplätze erobern können und konnten die Beine ausstrecken. Und dann ging es schon los.
Zunächst waren wir in der Hauptstadt Port Victoria und haben diese besichtigt. Unsere Reiseleiterin hatte sich vorbildlich verhalten und nur das wichtigste erklärt und dann konnten wir selbst lossausen und alles erkunden. Wir haben eine wunderschöne kleine Markthalle entdeckt, in der ein richtiger Trubel herrschte. Phantastische Fische wurden angeboten und ich hätte am liebsten gleich für unseren Koch heute Abend ein paar wunderschöne Fische ausgesucht. Weiter gab es viele einheimische Gewürze, bei denen wir dann einen kleinen Einkauf gestartet haben. Auch einheimisches echtes Vanillearoma haben wir gefunden. Die Stadt hat auch eine schöne ältere Kirche.
Von dort aus ging es in den botanischen Garten, der einen großen Querschnitt der einheimischen und endemischen Arten aufzeigte und wunderschön angelegt war. Die Insel hat rein tropischen Charakter und hat herrliche Regenwälder, die wir auf der weiteren Tour besichtigen konnten. Es gab wunderschöne spektakuläre Ausblicke auf die Küste, Strände und Inseln. Eine wirklich traumhaft schöne Insel, so hatten wir sie uns gar nicht vorgestellt. Gegen Mittag gab es in einem Strandrestaurant unser Lunch, einheimische kreolische Küche, die sehr schmackhaft war. Anschließend ging es ab ins Wasser. Der Strand schien aus einem Bilderbuch zu entstammen und das Wasser war tatsächlich türkisgrün und hatte ganz sicher über 30 C. Ein echtes Badevergnügen. Wir hatten insgesamt hier zwei Stunden Aufenthalt und haben jede Minute genossen. Weiter ging es um die Insel herum. Mit unserem Ausflug haben wir es geschafft, fast die ganze Insel zu umrunden und haben einen wunderbaren Eindruck von Mahe bekommen. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, mal für eine längere Zeit Urlaub zu machen, die Insel ist sehr abwechslungsreich. Es gibt sogar viele Wanderwege in den Bergen. Gegen 17 h sind wir zum Schiff zurückgekehrt. Wir haben einen wunderbaren Tag verbracht.
Heute Abend laufen wir gegen 20 h Richtung Mauritius aus. Vor uns liegen zwei Seetage.