All aboard war in Bali um 18.00 h am frühen Abend. Unser Ausflug endete gegen 17.45 h am Hafen, so dass wir pünktlich an Bord waren. Wir haben uns sogar noch beeilt, um schnell in das Tenderboot zu steigen und die letzten Verkaufsstände am Hafen gemieden. Normalerweise werden dann kurz nach Ablauf der all aboard Zeit die letzten Vorbereitungen für das Sailaway getroffen. Es geschah aber zunächst nichts, außer, dass die Tenderboote weiter im Einsatz waren, was uns verwunderte. Wir sind dann pünktlich um 20.30 zu unserem Dinner gegangen und wunderten uns, wo unsere Tischnachbarn blieben. Gegen 20.45h trafen sie dann leicht abgehetzt bei uns am Tisch ein. Ihr Ausflug sollte ebenfalls um 17.30h wieder am Schiff sein, aber die Verkehrsverhältnisse auf Bali waren so chaotisch, dass nicht nur sie sondern insgesamt 150 Gäste mit fast dreistündiger Verspätung erst an Bord waren. Und dann hat es noch einige Stunden gedauert, bis wir in Bali den Hafen verließen.
Die Seetage waren angenehm ruhig. Es war sehr heiß (32 C) bei einer Luftfeuchtigkeit von über 70 %. schwüler Luft. Die Temperatur des Wassers betrug ebenfalls 32 C.
Am 13.3. haben wir am späten Nachmittag erneut den Äquator überquert. Das ging aber wegen eines Notfalles an Bord unter. Das Schiff musste seinen Kurs ändern und hielt auf Borneo zu, so dass ein Seenotrettungskreuzer an der Queen anlegen konnte. Dafür ging die Queen Victoria in einer Bucht bei Borneo vor Anker. Auch diese Aktion dauerte mehrere Stunden, so dass wir erst gegen 20 h wieder Fahrt aufnahmen. Während unserer Reise war es die dritte Rettungsaktion dieser Art. Die erste erfolgte vor Arruba in der Karibik in der Nacht mit einem Hubschrauber, der nächste Einsatz war am Seetag vor Darwin, wo ein Polizeiboot in einer Bucht an die Queen anlegte.
Am dritten Seetag gab es wieder etwas Erfreuliches. Anlässlich der Äquatorüberquerung fand ein Tauziehen zwischen den einzelnen Stationen der Besatzungsmitglieder auf dem Lidodeck statt, ob Neptun uns weiter gewogen ist. Sechs Teams haben sich beteiligt. Gesiegt hat das Team aus dem Spa gegen das Barteam. Es war aber sehr knapp.
Heute Morgen hat das Schiff in Phu My gegen 7.30h angelegt. Es war wieder nicht ganz pünktlich und wir sind mit kleiner Verspätung nach Saigon aufgebrochen. Saigon liegt ca. 100 km entfernt und nur die Hälfte der Strecke war Autobahn. Man konnte aber viel an der Straße sehen. Es gab viele Lotusfelder, die sehr schön aussahen. Wir brauchten ca. 2 Stunden bis nach Saigon. Wir wurden an Timesquare abgesetzt und haben erst Geld gewechselt. Hier bezahlt man in Dong, 1€ sind ca. 25.000 Dong. Und nach dem Geldautomaten waren wir Millionäre. Danach haben wir uns zu den bekannten Markthallen aufgemacht. Hier herrscht ein unglaublicher Trubel. Es gibt unzählige verschiedene Stände. Es wird alles angeboten, Lebensmittel, Stoffe, frische Fische, Schuhe, Taschen, T Shirts. Einfach alles. Und man muss handeln. Ein echtes Erlebnis. Wir haben schon schwer bepackt die Markthallen verlassen. Danach ging es zum bekanntesten 5 Sterne Hotel in Saigon. Es hat im 5. Stock eine wunderschöne offene Bar, von der man einen tollen Blick auf die Stadt hatte. Wir haben ein Bier und ein Eis genossen. Danach ging es weiter zu Statue von Ho Chi Minh, dem alten Postgebäude und der Kathedrale. In dieser Region sieht es ein wenig nach Paris aus. Danach blieb nur noch Zeit für die alte Oper, bevor wir wieder zum Treffpunkt mussten. Leider hatten wir nur 4 Stunden Zeit. Und das ist einfach zu wenig.
Der Trip war aber sehr schön und wir freuen uns auf morgen, wenn wir den River Cai und Nah Trang besuchen.
Um 17.15 werden wir dahin auslaufen.