Die beiden Seetage waren verhältnismäßig unspektakulär. Das Wetter war gut, der Wind mäßig und der Wellengang moderat. Es wurde aber jeden Tag kühler, je weiter wir uns vom Äquator entfernten. Hier herrschen wieder mitteleuropäische Temperaturen, 20 C.
Heute Morgen sind wir schon ganz früh in Neuseeland im Hafen von Tauranga eingelaufen. Wir wurden um kurz nach sechs durch eine Schiffsdurchsage vom Kapitän geweckt, der sagte, dass wir einklariert seien und von Bord gehen können. Das war wirklich nicht nötig, uns so früh zu wecken. Der erste Blick vom Balkon zeigte einen unattraktiven Hafen. Es lohnte sich nicht, irgendein Bild davon zu machen.
Beim Frühstück konnte man zur anderen Seite hinunter sehen, die auf die Bucht hinaus ging. Das sah schon deutlich attraktiver aus.
Unsere Tour startete kurz nach 8:30 Uhr. Wir sind direkt an der Küste entlang gefahren. Es war ein sehr langer wunderschöner Strand. Auf der gegenüberliegenden Seite standen sehr schöne Einfamilienhäuser, die nach Auskunft des Reiseführers mit die teuersten auf Neuseeland sind. Die Preise belaufen sich dort zwischen 1,8 und 2,5 Millionen neuseeländische Dollar. Wir sind weiter ins Landesinnere nach Rotorua gefahren, an Kiwiplantagen vorbei und zwei Seen. Leider ist heute der erste Regentag in Neuseeland seit sechs Wochen. Das ist über aus bedauerlich, da alles Wolken verhangen ist.
Unser erster Stopp führte uns zu einer Schafzuchtanlage, wo wir eine Schafschur vorgeführt bekamen. Das war leider in der Tour so nicht ausgewiesen, da wir sicherlich nicht 2 Stunden damit verbracht hätten. Schafe gibt es auch in Deutschland und auch dort werden sie geschoren. Wir wollten eigentlich ins Thermal Valley, so wurde uns die Tour angeboten. Dort hätten wir Krater und kochende Seen angucken können. Das klang sehr attraktiv. Insofern sind die ersten Stunden hier eine völlige Enttäuschung und ziemlich verschwendete Zeit.
Um 12 h ging es weiter zu einem Aussichtspunkt über dem See. Es ging mit Gondeln ca. 300 m hoch. Dort hätte man an einem Sonnentag eine schöne Aussicht gehabt. Hier gab für alle Lunch. Die Schlange an das Buffet war unendlich. Aber Nachtisch schmeckt ja auch gut. Nach dem Essen gab es eine Maori Tanz- und Gesangsvorführung.
Um 14.30h ging die Fahrt weiter nach Rarotonga. Dort sind wir durch den alten Stadtkern gefahren. Es gab noch einige alte Tudorhäuser zu sehen. In den Parks dampfte es überall. Hier beginnt das Thermal Valley. Dahin wollten wir eigentlich ausschließlich. Unsere nächste Station war ein kleiner Naturpark, der ziemlich in der Stadt gelegen war. Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Es gab wieder eine Führung, die wir so lieben (Hi Family, where are you from?). Dort versuchte man uns in die Maorikultur einzuführen. Sicher ganz interessant, wenn man 2 Wochen Zeit für die Insel hat. Wir haben uns ganz schnell von der Gruppe getrennt und unsere eigene Führung gestaltet. Wir haben die Geysire, die brodelnden Schlammlöcher und Wasserlöcher gesehen. Unterwegs sind wir von einem heftigen Regenschauer erwischt worden und sind trotz Regenjacke recht nass geworden. Interessant war auch das Langboot der Maoris. Es soll das längste noch erhaltene sein. Anschließend ging es wieder auf das Schiff. Wir haben heute viel gesehen. Es war aber nicht die Tour, wie wir sie uns vorgestellt hatten. Schade, ich hatte mehr Landschaft und weniger Schafschur erwartet.
Heute Nacht geht es weiter. Es ist nur eine kleine Strecke zurückzulegen. Morgen früh sind wir in Auckland. Hoffentlich haben wir dann mehr Glück mit unserer Tour.