Am 6.2. sind wir kurz vor 20 h in San Francisco ausgelaufen. Es war schon dunkel und eigentlich wollten wir die Fahrt durch die Golden Gate Bridge von Deck aus verfolgen. Es war aber viel zu kalt und wir waren froh, uns ausreichend von unserem Tagesausflug auf Land wieder durchgewärmt zu haben. Ein Foto vom Balkon der Kabine mußte reichen.
Von nun an ging es jetzt wieder jeden Tag weiter südlich, so dass wir hofften konnten, binnen zweier Seetage wieder in wärmere Gefilde zu kommen. Unsere Hoffnung war nicht ganz unberechtigt. Zumindest auf 20 C stieg das Thermometer und in der Sonne wurde es recht warm. Am 4. Seetag waren die ersten Liegestühle auf Deck wieder besetzt. Das Wetter war wechselhaft, es wehte ein steter kräftiger Wind, so dass auch die See mit 4-5 m hohen Wellen recht bewegt war.
Wir haben die vier Seetage wieder ausgiebig mit netten Vorträgen, Filmaufführungen im Theater und viel Lesen genossen. Die zwei Hafentage waren doch recht „anstrengend“ J. Gestern durften wir an einer Küchenführung teilnehmen, die einmal mehr zeigte, welch enorme Logistik hier bewältigt wird. Alleine für den Einkauf der Verpflegung der Gäste und des Teams sind 13 Mitarbeiter an Bord zuständig. 160 Köche werden auf dem Schiff beschäftigt. Für eine 14 – tägige Kreuzfahrt werden 56.000 Eier benötigt, 18 Tonnen Fleisch, 3 Tonnen Mehl. Das sind unvorstellbar große Mengen. An verschiedenen Häfen kann man beim Landgang sehen, wenn Verpflegungscontainer an Bord genommen werden. In Arruba wurde pallettenweise Toilettenpapier gebunkert, in San Francisco Zwiebeln, Kartoffeln und Früchte.
Jetzt haben wir auch einen Skatpartner und haben heute zum ersten Mal gespielt! Das werden wir auf den Seetagen jetzt häufiger machen. Das Wetter kurz vor Hawaii ist ausgesprochen stürmisch, mit hohem Wellengang und sintflutartigen Regenschauern. Ich hoffe doch sehr, dass es auf Hawaii besser wird!
11.2. Honolulu
Die letzte Nacht war sehr stürmisch und begleitet von einem hohen Wellengang, so dass wir in unseren Betten hin- und hergeschaukelt wurden.
Nach der Ansage des Kapitäns sollten wir eigentlich nachts gegen 3 h in Honolulu einlaufen. Jetzt ist es 7.41 h und wir haben den Hafen immer noch nicht erreicht. Dafür haben wir einen schönen Blick auf Honolulu und Waikiki. Die Skyline ist aber austauschbar. Es hätte ebenso Panama oder San Francisco sein können.
Wir sind erst gegen 8.30 h im Hafen einklariert gewesen. Unsere Tour hätte um 8.00 h beginnen sollen. So mußten wir uns in Geduld wappnen.
Mit einiger Verspätung sind wir dann zu unserer Inselrundfahrt gestartet. Wir waren Gottseidank nur eine kleine Gruppe, die in sich schon sehr behäbig war. Wir zwei waren wohl mit weitem Abstand die Jüngsten.
Zunächst sind wir gen Süden gefahren und haben eine alte Zuckerplantage, die gegenwärtig als Kaffeeplantage genutzt werden soll, besichtigt. In meinem Fachjargon würde ich diese als Insolvenzverfahren mangels Masse ohne Fortführungsfähigkeit einschätzen. Das war aber auch der einzige Flop während der Tour, den überwiegenden Teil sind wir an wunderschönen Küstenabschnitten, Stränden, bewaldeten Vulkanhängen und Ananas- und Bananenplantagen vorbeigefahren und haben einen guten Eindruck von der Insel erhalten. Schade, dass wir nur einen Tag hatten, so konnten wir leider nicht alles sehen. Am Ende der Rundfahrt hat uns unser Guide noch einige Highlights in Honolulu gezeigt. Wir sind u.
a. am alten Königspalast vorbeigefahren. Auf einen Strandbesuch am Waikiki Beach mußten wir verzichten, auch ein Stadtbummel in Honolulu war zeitlich nicht mehr machbar.
Abgerundet wurde der Tag mit einer reizenden Folklorevorführung einer echten Hulaschule im Royal Theater. Alohahe!
Um 18.30 h heißt es dann wieder Sailaway in Richtung Südsee nach Tonga und Samoa. Uns erwarten 4 weitere Seetage.