Am 24.1 sind wir gegen 20h in Arruba ausgelaufen. Die Luft ist jetzt auch in der Nacht sehr warm. Man merkt deutlich, dass wir uns in tropischen Gefilden befinden. Der folgende Tag war ein reiner Seetag. Das Wetter war wunderschön: strahlender Sonnenschein bei mindestens 30 C. Das Meer war sehr ruhig. Bei deutlich reduzierter Geschwindigkeit von ca. 10 kn segelten wir an der Küste Venezuelas vorbei Richtung Kolumbien. Wir haben das sehr genossen.
Am frühen Morgen gegen 6.30h am 26.1 liefen wir in den Hafen von Carthagena ein. Wir hatten für diese Stadt keinen Bordausflug gebucht, sondern wollten auf eigene Faust die Stadt erkunden. Die Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe und sollte sehr sehenswert sein. Gemeinsam mit unseren österreichischen Tischnachbarn haben wir uns gegen 9.00
h auf den Weg gemacht. Es herrschten schon tropische Temperaturen, was aber sehr angenehm war. Das Kreuzfahrtterminal war ein großer botanischer Garten mit vielen Pflanzen, Papageien und auch Affen. Die Abfertigung fand tatsächlich im Freien statt. Ein wirklich wunderschönes „Kreuzfahrtterminal“. Wir haben uns dort zu einem Festpreis von 20 USD ein Taxi gemietet und sind in die Altstadt gefahren. Es war völlig unkompliziert und wirklich einfach. Der Taxifahrer hat uns am „Uhrenturm“ abgesetzt, was ein zentraler Treffpunkt in der Altstadt ist. Die Altstadt ist wirklich sehenswert. Sie ist noch komplett von einer alten Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert auf einer Gesamtlänge von 11 km umgeben. Die neue City (auch sehr beeindruckend) ist davon strikt abgegrenzt und befindet sich auf der anderen Hafenseite. Anfangs wurden wir von Hutverkäufern, Wasserverkäufern und Souvenirverkäufern fast verfolgt, was ausgesprochen lästig war. Weiter in der Altstadt nahm es deutlich ab und wurde sehr erträglich. Die Gassen sind klein, die Häuser bunt und fast alle haben Holzbalkone. Er besteht eine erstaunliche Ähnlichkeit zu den kanarischen Städten. Man hätte auch in La Laguna auf Teneriffa sein können! Wir haben einen ausgiebigen Stadtbummel gemacht und alle sehenswerten Häuser, Kirche und Museen uns angesehen. Das Preisniveau ist sehr unterschiedlich, an den größeren Touristenstrassen zahlt man fast das doppelte. In den kleinen Gassen finden sich aber zauberhafte kleine Läden, die wir gerne besucht haben. Natürlich gab es auch die eine oder andere landestypische Kleinigkeit zu kaufen! Obwohl man uns versicherte, dass man überall mit Dollars bezahlen kann, war aber Landeswährung im Cafe und im Supermarkt gefragt. In einer kleinen Wechselstube haben wir uns kolumbianische Pesos eingewechselt und anschließend köstlichen kolumbianischen Kaffee getrunken. Der Supermarkt war, obwohl er nur klein war, doch sehr gut bestückt und das Preisniveau für unsere Verhältnisse moderat. Am frühen Nachmittag haben wir uns dann noch eine landestypische Kokoslimonade gegönnt (köstlich) und sind dann mit einem überaus netten und korrekten Taxifahrer wieder auf das Schiff zurückgekehrt. Trotz vieler Warnungen sind wir nicht einmal belästigt worden oder hatten das Gefühl, dass wir von Taschendieben verfolgt werden. Es war ein wunderschöner Ausflug, der uns viel Spass gemacht hat.