22.1. und 23.1. Seetage durch die Karibik Richtung Arruba und 24.1. Arruba

Am 21.1. abends sind wir in Port Everglades ausgelaufen in Richtung Arruba.

Am Abend war der Wind noch sehr frisch und die Luft kühl. Während der Nacht nahm der Wind deutlich zu und es wurde viel wärmer. Am 22.1. sind wir an Kuba vorbei durch den Bahama Channel gefahren. Man konnte nur einen leichten Streifen von Kuba erkennen. Meist war es bedeckt und die Luft trübe. Es herrschte schon recht heftiger Seegang, der während der Fahrt noch deutlich zunahm. Die Windgeschwindigkeit steigerte sich im Laufe des Tages auf ca. 65 kn. Die Wellen waren teilweise 5 m hoch. Das Schiff schwankte schon sehr heftig, trotz seiner Stabilisatoren. An den Abenden waren die Speisesäale tatsächlich deutlich leerer. Auch an unserem Tisch kam es zu Ausfällen. Unserem Appetit hat der Seegang nicht geschadet. Man mußte sich an den Geländern festhalten, wenn man durch die Gänge ging oder die Treppen benutzte. Auch im Fitnessraum kam die Benützung der Geräte einem Balanceakt gleich. Im Gegensatz zu der Atlantiküberquerung war die Durchfahrt der Karibik wesentlich rauer. Erst kurz vor Arruba wurde das Meer ruhiger. Am 24.1. morgens gegen 6.30h sind wir im Hafen von Oranjestad auf Arruba eingelaufen.

 

24.1. Arruba

Wir sind an diesem Tag, auch für unsere Verhältnisse, sehr früh aufgestanden. Der Wecker war auf 6.15h gestellt. Zudem mussten wir am Abend die Uhr noch wieder eine Stunde vorstellen, was im Ergebnis eine Stunde weniger Schlaf bedeutete.

Der größte Teil der Ausflüge begann schon sehr früh, unser um 7.30h. Wir wollten Segeln und Schnorcheln. Auf Arruba herrschen recht kurze Wege, so dass wir das Schiff über die Gangway verliessen, durch das kleine Hafengebäude gingen, eine Ministraße überquerten und auf der anderen Seite des Kais den Katamaran mit Namen Rumba besteigen konnte. Das war klasse. Keine lange Anfahrt. Und dann ging es auch schon los. Und man sollte es kaum glauben, es wurden sogar die Segel gesetzt! Damit hatte ich nach den Erfahrungen der letzten Kreuzfahrtausflüge gar nicht gerechnet. Wir konnten an zwei Stellen schnorcheln. Leider gab es keine Korallenriffe, aber die Sicht war weitgehend klar, das Meer nicht so trübe, wie erwartet und einige bunte Fischlein tummelten sich auch darin. Zwar kein Vergleich zum roten Meer, im Gegensatz zu unseren heimischen Seen aber sehr attraktiv. Am Zweiten Schnorchelpunkt konnte man ein deutsches Schiffswrack aus dem zweiten Weltkrieg sehen, das der Kapitän eigenhändig, nachdem die gesamte Mannschaft an Land geschwommen war, versenkte hatte. Danach ging es unter vollen Segeln und ohne Motor mit rasanter Fahrt (19 kn)  wieder zurück. Das war ein toller Törn, den wir sehr genossen haben. Vom Boot aus konnte man auch herrliche Strände sehen.

Am Nachmittag haben wir dann die Weltstadt Oranjestad besichtigt. Auch hier konnte man zu Fuß in die Altstadt laufen. Das Stadtbild war von älteren sehr bunten Häuser geprägt, die zur Hafenseite in einem guten Zustand waren, weiter zurück aber recht baufällig wirkten. Hier gab es so ziemlich alles an Markenstores, die man sich vorstellen kann, insbesondere auch ein sehr breites Schmuck(Diamanten)angebot. Das reizte uns so alles gar nicht. Wir wollten nur ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Das Preisniveau überstieg hier fast noch das der Bermudas. Es war alles unglaublich teuer. Wir waren dann auch nach knapp einer Stunde wieder an Bord.

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