Pünktlich um 17.00 h Ortszeit Southampton hieß raus auf das Oberdeck (Deck 11), um das große Feuerwerk zu bestaunen, das das Auslaufen beider Schiffe einläutete. Es war wunderschön und sehr beeindruckend, wie unsere Atlantiküberquerung begann. Kurz nach dem Ende des Feuerwerks legte die Queen Victoria ab und drehte im Hafenbecken Richtung offenes Meer. Die Queen Mary legte 30 Minuten später ab.
Die Wetterverhältnisse für den Atlantik waren vom Kapitän zuvor als ungewöhnlich harmlos für diese Jahreszeit beschrieben worden. Windverhältnisse von 30-45 kn und Wellen von 1-2 m, streckenweise bis 4 m. Insgesamt gesehen kann man sagen, dass die Überfahrt sehr ruhig verlaufen ist. Die Strecke belief sich auf etwa 3.600 sm und dauerte 6 Tage.
Am ersten Seetag konnten wir zahlreiche Delfine sehen, die in den Wellen der Queen surften.
Nachdem wir den europäische Seeraum verlassen hatten, haben wir kein Schiff mehr gesichtet. Die Entfernung und die Zeit, die man mit einem Schiff benötigt, den Atlantik zu überqueren, zeigt einem in unserem Flugzeitalter was wirkliche Entfernungen sind und wie einsam es letztendlich auf dem Atlantik ist. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie in den Jahrhunderten vorher, Auswanderer den Atlantik überquerten.
Die Tage auf See haben wir genutzt, um morgens ausgiebig Sport zu machen, interessante Vorträge namhafter amerikanischer Professoren im Royal Theater zu hören, zu lesen und die Teatime zu genießen. Für manche mag es langweilig erscheinen, für uns ist es aber eine perfekte Erholung und Entscheunigung.
Der Service auf dem Schiff ist nahezu perfekt! Das Frühstück ist sehr abwechslungsreif und für jeden Geschmack etwas dabei. Untermalt wird es von klassischer Musik. Auch tagsüber kann man nahezu die ganze Zeit etwas köstliches genießen (ein Angebot, das wir nur selten annehmen!) oder ein kleines klassisches Konzert anhören. Für Liebhaber klassischer Musik ein echter Genuß.
Vor dem Abendessen heißt es: Dressing for Dinner! Es ist eine Freude zu sehen, wie ernst die Mitreisenden sich an diese alte Cunard Regel halten. Am Galaabend sind fast ausschließlich bei den Herren Smoking und bei den Damen lange Abendkleider zu beobachten. Das Abendessen ist sehr abwechslungsreif und besteht in der Regel aus 4 Gängen. Die Speisen sind hervorragend. Herausragend ist die Patisserie auf dem Schiff. Jeden Abend ein Gedicht. Auch nach dem Abendessen bietet das Schiff ein großes Unterhaltungsprogramm, wie eine tägliche Show im Royal Theater, klassische Konzerte oder die Möglichkeit, sich die angefutterten Kalorien im Ballsaal, der Disco oder einer der zahlreichen Bars wieder abzutanzen.